St. Moritz – Wiege des Wintertourismus

Was Skiurlaub eigentlich ist, das lernten in den 1860er Jahren vier Briten kennen, die einer Einladung von einem Hotelier aus dem Engadin, genauergesagt aus St. Moritz folgten. Dies war die Geburtsstunde des Wintertourismus in der Schweiz. Zuvor wurde nur im Sommer im Engadin Urlaub gemacht. Doch es sollte noch mehr als 70 Jahre dauern bis der erste Lift auf die Berge des Engadin ging. Doch 1935 wurde die Infrastruktur in dieser Hinsicht vor allem in St. Moritz stark ausgebaut. Luxus herrschte damals aber schon lange vor, denn schon in den späten 1870er Jahren bekam St. Moritz elektrischen Strom – lange vor vielen anderen Tälern im Engadin bzw. der Schweiz.

Foto: Paul-Georg Meister  / pixelio.de
Foto: Paul-Georg Meister / pixelio.de


Olympia zu Gast in St. Moritz

Auch ohne Lift war schon 1928 hier die internationale Welt in Form von Olympia zu Gast. Denn St. Moritz bot vor allem eines zur damaligen Zeit: Eine recht gut ausgebaute Infrastruktur und auch eine hohe Schneesicherheit. Die Wintersaison dauert hier bis in den April hinein. Die ersten Wintergäste können dann schon im November kommen. Doch nicht nur 1928 kamen die Olympischen Winterspiele nach St. Moritz, sondern auch im Jahr 1948. Diese Olympischen Winterspielen brachten dann auch St. Moritz einen starken Aufschwung für den Tourismus. Seither gab es in St. Moritz auch diverse andere Events im Bereich Wintersport, darunter viele Weltmeisterschaften. Dies zieht natürlich auch jedes Mal sehr viele Menschen an. Die Hotelzimmer sind in St. Moritz dann meist schon Monate zuvor ausgebucht. Dabei gibt es auch sehr viele private Ferienunterkünfte, die preiswerter sind.