Geologie Malediven

Die rund 87 Hotelinseln der Malediven liegen auf 26 Hauptatollen. Diese sind jeweils mit einem Riffkranz und einer Lagune in der Mitte versehen, die eine Koralleninsel jeweils bilden.

Die Inseln der Malediven gehören zu den jüngsten geologischen Formationen der Erde. In ihrer heutigen Form entstanden sie vor knapp 16.000 bis 18.000 Jahren. Dabei glaubte man, dass durch das Absinken des Meeresspiegels die Atolle mit den einzelnen Inseln zum Vorschein kamen. Doch heute weiß man, dass die Inseln vulkanischen Ursprungs sind. Doch so schön die Atolle auch sind. Schon nach kurzer Zeit – also nach knapp 16.000 bis 18.000 Jahren sind einige Inseln schon wieder dem Untergang geweiht. Denn durch das Ansteigen des Meeresspiegels durch das Schmelzen der Pole sind die Malediven stark gefährdet. Zudem trägt auch der Tourismus zur Schädigung der Korallenriffe bei, die die Inseln nicht nur vor dem Wasser schützen, sondern auch vor dem Monsun.

 

Foto: erwinfurger  / pixelio.de
Foto: erwinfurger / pixelio.de

 

El Nino und seine Auswirkungen

 

1998 zeigte  sich wie stark die Malediven gefährdet sind. Denn die Auswirkungen von El Nino haben zu einem starken Anstieg der Wassertemperaturen geführt – bis zu 35°C, wodurch eine Korallenbleiche begann. Rund 70 Prozent der Korallen sind in der Folge abgestorben, insbesondere diese, die sich knapp unter der Oberfläche befanden. Wunderbare Tauchparadiese und Lebensräume für Fische sind dadurch verloren gegangen. Heute müssen die Touristen tiefer tauchen und auch weiter hinaus fahren aufs Meer bevor sie die schönen Korallenriffe der Malediven bewundern können. Die Regierung der Malediven will daher alles tun, um dafür zu sorgen, dass durch den Tourismus nicht noch mehr zerstört wird.