Ferienerlebnis Malediven

Weltweit ist man zurzeit bemüht durch immer mehr Vermischung der Kulturen und Einwanderung seine eigene Kultur zu schützen. Doch wenn hier nicht von Staatsseite gleich vor Jahrzehnten eingeschritten wurde, lässt sich das meist nicht mehr durchführen. Doch was die Malediven angeht, so hat man es sehr gut verstanden dies zu erreichen. Schon Anfang der 1970er Jahre beschloss die Regierung der Malediven, dass es Einheimischen- und Touristeninseln geben wird. Dies bedeutet aber nicht nur, dass die Touristen nach ihrer Landung auf dem Flughafen von Malé gleich weitertransportiert werden mit Booten oder Wasserflugzeugen auf die jeweilige Hotelinsel, sondern auch dass die Einheimischen auf diesen Inseln zwar arbeiten dürfen, aber am Abend die Insel auch zu verlassen haben. Dies erinnert einen stark an ein Ghetto. Denn die Touristen sind mehr oder weniger eingesperrt.

 

Foto: Krümel  / pixelio.de
Foto: Krümel / pixelio.de

Armut trotz hohem Pro-Kopf-Einkommen

 

Doch diese Strategie, die den Malediven bisher erfolgreich den Massentourismus vom Leibe hielt, hat auch ihre Schattenseiten. Offiziell gilt der kleine Inselstaat als sehr erfolgreich mit auf dem Papier einem hohen Pro-Kopf-Einkommen jedoch leben fast die Hälfte der Malediver unter der Armutsgrenze. Auf vielen Inseln gibt es noch immer keine ausreichende Gesundheitsinfrastruktur und auch von Bildung sind viele Einheimische ausgeschlossen. Von den Einnahme aus dem Tourismus profitieren nur wenige Einheimische. Denn die meisten Einnahmen fließen an die ausländischen Fremdenverkehrsunternehmen, die auch sogar die Besitzer der Hotelinseln sind. Dabei ist der Hintergrund, dass man Hotel- und Einheimischen-Inseln strikt trennt der Islam, der auf den Malediven Staatsreligion ist. Die Regierung will die Malediver möglichst nur gering dem westlichen Einfluss aussetzen.