Entwicklung Tourismus St. Moritz

Die Heilquellen von St. Moritz wurden vermutlich schon in der Bronzezeit, also schon vor mehr als 3400 Jahren genutzt. Wer diese Quellen damals nutzte ist nicht bekannt, vermutlich waren es nur die Einheimischen. Denn erst in der 2. Hälfte des 19. Jahrhunderts eröffnete das erste Hotel vor Ort. Damit begann aber auch die Tourismusgeschichte des Ortes und die des gesamten Engadin. Zunächst war diese Schweizer Region vor allem im Sommer sehr beliebt. Doch im September 1864 wettete ein Hotelbesitzer mit Engländern, dass er ihnen auch einen wunderschönen Winterurlaub bieten kann. Nachdem diese begeistert waren, etablierte sich hier vor Ort auch sehr schnell der Wintersport. Saison ist hier von Weihnachten bis in den April / Main hinein.

Foto: Paul-Georg Meister  / pixelio.de
Foto: Paul-Georg Meister / pixelio.de


Touristische Innovationen

Der Ort St. Moritz hatte aber nicht nur seine Quellen zu bieten als touristische Attraktionen im Winter. Findige Einheimische entwickelten auch schnell einige weitere Ideen, die dazu führten, dass der Ort auf der ganzen Welt schnell bekannt wurde. Auf dem See kann man heute neben Eisstockschießen auch noch viele andere Freizeitaktivitäten durchführen. Doch nicht nur in der Neuzeit wurde St. Moritz durch viele Attraktionen bekannt. Der Ort war auch der erste in der Schweiz, der elektrisches Licht hatte, und zwar schon zu Weihnachten 1878. 1910 fand in diesem Ort der erste Motorflug statt. Für nicht so schöne Tage hat der Ort auch einige Attraktionen, wie das Segantini Museumund das Engadiner Museum.

Gut ausgebaute Infrastruktur

Der Ort ist auch von Deutschland aus gut erreichbar, wenn man kein Auto hat. Seit 1904 istSt. Moritz an das Netz der Rhätischen Bahn angeschlossen. Seit 1909 ist die Berninabahn in Betrieb, welche den renommierten Ferienort mit Tirano in Italien verbindet. Und seit 1913 fährt die Albulabahn nach Scuol. Der Bahnhof ist zudem auch ein Haltepunkt des Bernina Express und gilt als Ausgangspunkt für den Glacier Express und des Palm Express. Das wichtigste Verkehrsmittel neben der Bahn ist aber der Postbus. Dieser bedient die Strecken über den Julierpass, wo es in Richtung Chur geht. Ebenfalls Postbusstrecke ist der Weg nach Lugano. Für Promis sehr wichtig ist der Flughafen Engadin, der sich nicht weit vom Ort befindet.